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Wenn die Knochen brechen, bevor man es merkt

Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgens auf, machen einen ganz normalen Schritt – und der Wirbelkörper bricht einfach so. Kein Sturz, kein Unfall. Nur ein Schritt. Genau das passiert jeden Tag tausenden Frauen in Deutschland, die bis dahin nichts von ihrer Osteoporose wussten.

6 Mio.
Betroffene in Deutschland
80 %
davon sind Frauen
50 %
verlieren nach dem 50. LJ signifikant Knochenmasse

Osteoporose ist keine Krankheit, die man spürt – bis es zu spät ist. Knochen verlieren über Jahre still und heimlich an Dichte. Schmerzen gibt es zunächst keine. Schwindel vielleicht. Ein Gefühl von Instabilität. Und dann, irgendwann, ein Bruch aus heiterem Himmel.

Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung der Welt – und die am meisten unterschätzte.

Was die Menopause mit Ihren Knochen macht – und warum Östrogen der Schlüssel ist

Der weibliche Körper hat lange ein natürliches Schutzsystem: Östrogen. Dieses Hormon reguliert den Knochenumbau – es hemmt die Zellen, die Knochen abbauen, und fördert jene, die ihn aufbauen. So lange der Östrogenspiegel hoch ist, bleibt die Knochendichte stabil.

Doch mit dem Beginn der Perimenopause, häufig schon ab dem 40. Lebensjahr, beginnt der Östrogenspiegel zu sinken. In den ersten 5 bis 10 Jahren nach der Menopause verlieren Frauen durchschnittlich 2 bis 3 Prozent ihrer Knochendichte pro Jahr. Über ein Jahrzehnt summiert sich das zu einem Verlust, der das Risiko für Knochenbrüche um das Zwei- bis Dreifache erhöht.

⚠️ Was viele nicht wissen: Der Knochenverlust beginnt nicht erst mit 60. Er startet bereits in den 40ern – schleichend, unmerklich, aber stetig. Bis eine Patientin erstmals zur Knochendichtemessung geht, ist oft bereits ein Drittel der Knochenmasse verloren.

Hitzewallungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen – das sind die Symptome, über die in den Wechseljahren gesprochen wird. Über die Knochen spricht kaum jemand. Dabei ist der Knochenverlust durch den Östrogenabfall das medizinisch folgenreichste Geschehen in dieser Lebensphase.

Die beste Vorbeugung? Krafttraining. Gerade für Frauen.

Die gute Nachricht: Der Körper ist anpassungsfähig. Knochen sind lebendiges Gewebe. Und es gibt eine Maßnahme, die laut aktueller Studienlage wirksamer ist als fast jede andere: gezieltes Krafttraining.

Wenn Muskeln arbeiten, ziehen sie an den Knochen. Dieser mechanische Reiz ist das Signal, das der Körper braucht, um Knochen zu erhalten und sogar neu aufzubauen. Je mehr Muskeln aktiv sind, desto mehr Knochen werden stimuliert.

Viele Frauen haben Bedenken: „Ich will doch nicht aussehen wie eine Bodybuiliderin." Oder: „Krafttraining ist doch nichts für mich, ich bin kein Sportler." Diese Sorgen sind verständlich – aber unbegründet. Für die Knochen reicht moderates, regelmäßiges Training mit dem eigenen Körpergewicht oder leichten Gewichten. Keine Extrembelastungen, keine Fitnessstudio-Pflicht, kein Muskelaufbau wie bei Profi-Athletinnen.

Was die Wissenschaft sagt: Bereits 2–3 Krafttrainingseinheiten pro Woche können die Knochendichte messbar stabilisieren oder sogar verbessern – vorausgesetzt, das Training ist kontinuierlich und auf die Bedürfnisse des weiblichen Körpers abgestimmt.
Andi Lieb Physiotherapeut
Andi Lieb
Physiotherapeut · Experte für Frauengesundheit ab 40
✓ Über 4.000 betreute Patientinnen
Physio empfiehlt

Physiotherapeut Andi Lieb begleitet seit Jahren Frauen ab 40 auf ihrem Weg zu mehr Kraft und Knochenstärke – und hat speziell für Frauen mit Osteoporoserisiko ein Programm entwickelt, das sich sicher, einfach und von zuhause umsetzen lässt. Hier sind fünf Übungen, die er regelmäßig empfiehlt:

1
Kniebeuge

Die Kniebeuge ist die Königin der Übungen für Beine, Gesäß und Hüfte. Sie stimuliert die knochenstützende Muskulatur des Unterkörpers und ist mit dem eigenen Körpergewicht bestens wirksam.

Ausführung: Füße hüftbreit, Rücken gerade, Knie folgen den Zehen. 3 × 10–12 Wiederholungen. Langsam absenken zählt.
2
Unterarmstütz (Plank)

Der Unterarmstütz stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur – Bauch, Rücken, Schultern. Ein stabiler Rumpf schützt die Wirbelsäule und verbessert die Körperhaltung nachhaltig.

Ausführung: Unterarme und Zehen aufgestützt, Körper bildet eine gerade Linie. 3 × 20–40 Sekunden halten. Atmung nicht vergessen.
3
Ausfallschritt

Ausfallschritte trainieren Oberschenkel, Gesäß und die stabilisierenden Muskeln um Knie und Hüfte. Gleichzeitig wird die Balance und Koordination geschult – beides wichtig für die Sturzprävention.

Ausführung: Einen großen Schritt nach vorne, hinteres Knie senkt sich Richtung Boden. 3 × 10 pro Seite. Oberkörper bleibt aufrecht.
4
Schulterdrücken im Schneidersitz

Im Sitzen werden Schultern, Nacken und die Muskulatur der Brustwirbelsäule trainiert. Gerade ohne Zusatzgewichte ideal für Einsteigerinnen – und wirkungsvoll für Haltung und obere Wirbelsäule.

Ausführung: Schneidersitz, Arme auf Schulterhöhe, Hände nach oben drücken – dann langsam absenken. 3 × 12 Wiederholungen. Rücken bleibt gerade.
5
Sit-ups

Klassische Bauchmuskelübung, die die vordere Rumpfmuskulatur kräftigt und zur Stabilisierung der Lendenwirbelsäule beiträgt. Langsam und kontrolliert ausgeführt besonders effektiv.

Ausführung: Rückenlage, Knie angewinkelt, Hände hinter den Ohren. Oberkörper langsam aufrichten. 3 × 10–15 Wiederholungen. Nacken entspannt lassen.

Diese fünf Übungen sind ein Einstieg – aber Konsequenz ist entscheidend. Knochen reagieren auf Training nur dann, wenn der Reiz regelmäßig und progressiv gesetzt wird. Einmal pro Woche reicht nicht. Dreimal pro Woche ist das Ziel.

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Was diese 5 Übungen zeigen, ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Physiotherapeut Andi Lieb hat auf Basis seiner Arbeit mit über 4.000 Patientinnen einen vollständigen 8-Wochen-Kurs entwickelt – speziell für Frauen ab 40, die aktiv etwas gegen Osteoporose tun wollen.

  • 8 Wochen strukturiertes Krafttrainingsprogramm – komplett für Zuhause
  • Geführte Videoeinheiten – klar erklärt, sicher durchführbar
  • Wissenschaftlich fundiert und speziell auf den weiblichen Körper abgestimmt
  • Kein Fitnessstudio, keine teuren Geräte notwendig
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